Little Feat habe ich persönlich erst Ende der 1980er nach dem Erscheinen ihres Reunion-Albums Let It Roll (1988) wiederentdeckt, bzw. wuchs ab dieser Zeit mein Interesse an der Band merklich. 11 Jahre vorher hatte ich den Auftritt der Gruppe am 23./24. Juli 1977 in der 1. Rocknacht des WDR-Rockpalasts live am TV verfolgt: So richtig rüberspringen wollte der Funke damals aber nicht bei mir. Zu dieser Zeit besaß ich daher auch nur ihr Last Record Album. Live habe ich die Band leider nie gesehen. Schade!
Little Feat waren/ist eine amerikanische Band, die 1969 in Los Angeles gegründet wurde. Die Gruppe ist bekannt für ihre einzigartige Mischung aus Rock, Blues, Funk, Country und New-Orleans-Rhythmen. Ihr Sound ist oft schwer zu kategorisieren, da sie Elemente aus verschiedenen Genres geschickt kombinieren. Die Band wurde von Lowell George gegründet, der auch der Hauptsongwriter und Sänger war, bis er 1979 verstarb.
Die Band hatte in den 1970er Jahren ihre kreative Hochphase, musste aber 1979 nach dem frühen Tod von George eine Pause einlegen.
Little Feat hat im Laufe der Jahre mehrere Besetzungswechsel durchlebt, aber ihre Musik bleibt einflussreich und wird von Fans und Musikern gleichermaßen geschätzt.
Alben von Little Feat aus der Ära mit Lowell George
1. Sailin‘ Shoes“ (1972)
Dieses Album zeigt die frühe Phase der Band und enthält einige ihrer bekanntesten Songs, wie „Easy to Slip“ und „Willin’“. Es ist ein Meisterwerk des Southern Rock mit Einflüssen von Blues und Country.
2. Dixie Chicken“ (1973)
Oft als ihr bestes Album angesehen, markiert „Dixie Chicken“ den Übergang der Band zu einem funkigeren Sound. Der Titelsong „Dixie Chicken“ und „Fat Man in the Bathtub“ sind Klassiker, die bis heute live gespielt werden.
3. Feats Don’t Fail Me Now“ (1974)
Dieses Album festigte den Ruf der Band als eine der innovativsten Gruppen der 1970er Jahre. Songs wie „Rock and Roll Doctor“ und „Oh Atlanta“ zeigen ihre Fähigkeit, verschiedene Stile nahtlos zu verbinden.
4. Waiting for Columbus“ (1978)
Dieses Live-Doppelalbum gilt als eines der besten Live-Alben der Rockgeschichte. Es erfasst die Energie und Virtuosität der Band auf der Bühne und enthält herausragende Versionen von Songs wie „Dixie Chicken“ und „Spanish Moon“.
5. Time Loves a Hero“ (1977)
Dieses Album zeigt die Band in einer Phase, in der sie sich mehr auf Funk und Jazz-Einflüsse konzentrierte. Es enthält komplexe Arrangements und herausragende Instrumentalparts.
Nach dem Tod von Lowell George im Jahr 1979 löste sich Little Feat zunächst auf. Doch Ende der 1980er Jahre kam es zur Wiedervereinigung, angeführt von den ursprünglichen Mitgliedern Bill Payne (Keyboard), Paul Barrere (Gitarre), Richie Hayward (Schlagzeug), Kenny Gradney (Bass) und Sam Clayton (Percussion). Neu zur Band stieß der Sänger und Gitarrist Craig Fuller, bekannt von der Band Pure Prairie League, sowie Gitarrist Fred Tackett, der zuvor als Sessionmusiker für Little Feat gearbeitet hatte.
Das erste Album der wiedervereinten Band, **“Let It Roll“ (1988)**, war ein großer Erfolg. Es zeigte, dass Little Feat immer noch in der Lage war, ihren einzigartigen Sound zu produzieren, auch ohne Lowell George. Songs wie „Hate to Lose Your Lovin'“ und der Titelsong „Let It Roll“ wurden zu Hits und bewiesen, dass die Band noch immer kreativ und relevant war.
### **Die Ära nach der Reunion**
Nach der erfolgreichen Wiedervereinigung veröffentlichte Little Feat eine Reihe von Alben, die ihre musikalische Vielfalt und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellten:
– **“Representing the Mambo“ (1990)**: Ein Album, das den funkigen und experimentellen Geist der Band fortsetzte.
– **“Shake Me Up“ (1991)**: Ein weiteres starkes Album, das die Band als Live-Act weiter festigte.
– **“Ain’t Had Enough Fun“ (1995)**: Mit Shaun Murphy als Co-Sängerin brachte dieses Album frischen Wind in den Sound der Band.
Little Feat konzentrierte sich in den 1990er und 2000er Jahren stark auf Live-Auftritte und wurde für ihre energiegeladenen Konzerte bekannt. Sie tourten extensiv und gewannen neue Fans, während sie ihre treue Fangemeinde weiterhin begeisterten.
### **Die späten Jahre und das Vermächtnis**
Trotz weiterer Besetzungswechsel, einschließlich des Todes von Schlagzeuger **Richie Hayward** im Jahr 2010, hat Little Feat nie aufgehört, Musik zu machen. Die Band hat sich zu einer Art „lebendiger Legende“ entwickelt, die ihre reiche Geschichte und ihren einzigartigen Sound bewahrt hat. Sie touren bis heute und spielen sowohl Klassiker als auch neues Material.

