Schlagwort-Archive: Krautrock

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Beatles, NYC, Shea Stadium 1966

Beatles, Shea Stadium 1966

Meine Leidenschaft für „moderne“ Musik wurde wahrscheinlich zwischen 1958 und 1964 auf dem „Jahrmarkt“ und auf dem „Ziegenbrink-Schützenfest“ in Osnabrück geweckt. Die Gelegenheit auf „der Raupe“ angesagte Rock´n´Roll – und Beatmusik zu hören und aus der deutschen Schlagerwelt der frühen sechziger Jahre zu entkommen, war jedenfalls groß und mit sehr viel Vorfreude auf alle kommenden Jahrmärkte verbunden.

Diskotheken, Jugendzentren oder ähnliches gab es damals meines Wissens für Kids noch nicht: schon gar nicht für pubertierende, kleine Jungs wie mich.

Die Rolling Stones während der Arbeit: 1982 in Köln.

Die Rolling Stones während der Arbeit: 1982 in Köln.

Die Hits der Rolling Stones, der Beatles, der Who und der Small Faces waren gewissermaßen meine ROOTS, d. h., meine ersten Zugänge zu Stilrichtungen wie Beat, Rock, Soul, Blues, Jazz usw., um an dieser Stelle nur einige Bands und Musikformen zu nennen. Klassik und Oper verkörperten für mich zu dieser Zeit so etwas wie die Zwangs-Musik-Kultur beim sonntäglichen familiären Mittagessen. Man ließ es halt über sich ergehen. Hoffnung auf das „größer und älter werden“ war jedenfalls von jetzt an angesagt.

Dieser Artikel aus der Neuen Osnabrücker Zeitung, anlässlich des 50 jährigen Jubiläums der ersten Deutschlandtournee der Rolling Stones „11. September 1965: Das erste Rolling-Stones-Konzert in Deutschlands„, beschreibt die damalige Situation vieler jugendlicher Beat-Fans treffend.

Ian Gillan Band, Osnabrück, Halle Gartlage 1982

Dieser Musik-Blog ist ein subjektiver Versuch Infos und vor allen Dingen MUSIK über historisches und gegenwärtiges der Rock – und Popmusik nebst verwandter Spielarten wiederzugeben.


Can-Cover, 1972

Deutsche Rockmusik der frühen 1970er Jahre: Mal mehr mal weniger beschäftigt mich das Thema Krautrock (nicht zu verwechseln mit Deutschrock), bzw. der Stellenwert einiger deutscher Rockgruppen aus den späten 1960er, Anfang 1970er Jahren.
Seit meinem, unserem Familien-New York-Besuch, Ostern 2017 und dem persönlichen AHA-Erlebnis im angesagten Stadtbezirk Brooklyn-Greenpoint, wo in einem großen Plattenladen das Stück Halleluwah vom Album Tag Mago der deutschen Avantgarde Band CAN als Hintergrundmusik lief, mache ich mir so meine Gedanken zum internationalen Stellenwert einiger deutscher Bands aus der oben genannten Zeit in der Jetztzeit! Vielleicht war da ja im Nachhinein viel mehr musikalische Kreativität im Spiel, als viele Musikfreaks in der damaligen Zeit gedacht haben: Krautrock klang zumeist anders als der progressivste Mix angesagter britischer und angloamerikanischer Bands.

Inga Rumpf, Helmut Krumminga, Hamburg, Fabrik 2016

Inga Rumpf, H. Krumminga, Fabrik, Hamburg 2016

Rückblickend finde ich das musikalische Schaffen und Wirken vieler Bands, ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre bis etwa Mitte der 1970er Jahre, immer spannender. Auch und gerade wegen der enormen Kreativität und Schaffenskraft, die diese Dekade bis heute auszeichnet.
Das betrifft natürlich auch deutsche Rockbands wie Frumpy, Atlantis, Nektar (waren eigentlich keine deutsche Gruppe) Can, Amon Düül II, Guru Guru, Birth Control, Kraan, KarthagoEpitaph usw..


Stan Webb und Miller Anderson, Hyde Park Osnabrück ca. 1982

Bluesrock: Ab Ende der sechziger Jahre war Blues-Rock bei mir ziemlich angesagt. Daran hat sich bis zum heutigen Tag auch nicht viel geändert. Basierend auf dem sogenannten Britisch-Blues, waren John Mayall, Eric Clapton, Jeff Beck, Fleetwood Mac und Ten Years After damals die ersten Stars dieser Symbiose aus den 12 Takten des Blues, einer groovigen Rhythmusgruppe und einer dominanten Solo Gitarre nebst Gesang. Jimi Hendrix startete seine Karriere ebenfalls in London und die Zeit der Gitarren-Heroes nahm ihren Lauf.

Das Internet liefert heute dazu Informationen und You-Tube-Videos, von denen man in der früheren Analogzeit nur träumen konnte. Die Musiksendung „Beat Club“ oder der spätere Rockpalast waren in meiner „TEENIE, TWEN-und JUNG_Erwachsenen_Zeit“ die einzige Möglichkeit, nationale und internationale, Bands auf die damals noch analogen Röhren-Monitore – sprich Fernsehgeräte – zu bekommen. Bis zur Erfindung des VideoRecorders konnte das damals allerdings nur einmal angesehen werden.


Santana auf Vinyl: Gott sei Dank habe ich meine Schallplatten behalten!

Amerikanische Rockmusik und die Soul-Ära ab 1965: Die sich vor allem in San Francisco ab Mitte der 1960er Jahre entwickelnde Hippiekultur brachte wiederum ganz eigene musikalische Stilrichtungen zum Vorschein.  Westcoast-RockPsychedelic Rock oder auch Latin Rock zeichneten sich auch durch neuartige, experimentelle Sounds aus, die es in dieser Art vorher nicht gab. Dafür stehen Gruppennamen wie Jefferson Airplane, Quicksilver Messenger ServiceDoors oder Santana. Und natürlich eine meiner absoluten Lieblingsbands: die Doobie Brothers!

Mit der ebenfalls ab der Mitte der 1960er Jahre sehr populären Soul Musik verbinde ich natürlich Namen wie Artetha Franklin, Otis Redding, Wilson Picket oder Sly and the Family Stone. James Brown und Ray Charles müssen an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden.

Diskotheken: In Osnabrück gab es in der 2. Hälfte der 1960er Jahre u. a. eine ziemlich angesagte Diskothek mit dem schönen Namen Drehorgel. Ab Ende 1968, damals war ich sechzehn und im 2. Jahr meiner Werkzeugmacher Lehre bei Karmann, traf man sich dort häufig mit Freunden und lauschte der guten Soulmusik, die dort gespielt wurde. Da wurde auch noch eng getanzt. Ich sage nur: when a man loves a woman oder je t’aime.  Der DJ saß in einem ausgehöhlten Klavierrahmen. Um 10 Uhr war der Spaß für uns allerdings zu Ende, da wir noch keine „achtzehn“ waren. Im Nachhinein war das eine relativ unbeschwerte und von Aufbruchstimmung geprägte Zeit. Ich möchte sie nicht missen.


Bilder sagen ja bekanntermaßen mehr als tausend Worte. Deshalb gibt es auch immer wieder etwas zu sehen und zu hören. Hier ist ein Link zu meinem Flickr-Album Musik.

Roger Chapman, Osnabrück 1984

Johnny Van Zant, Lynyrd Skynyrd, Festhalle Frankfurt, 19.06.2019


Vinyl

Vinyl-Sammler-Glück

Sammelleidenschaft: Ich habe es endlich geschafft, eine z.Zt. noch unvollständige Liste meiner Vinyl-Sammlung zu erfassen. Das ist gewissermaßen meine Antwort auf die 500 besten Alben aller Zeiten der Zeitschrift „Rolling Stone“ aus dem Jahre 2003.

Hier ist meine Antwort. Meine Langspielplatten für die einsame Insel!

 


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Frumpy

Frumpy

Frumpy 1994

Frumpy: Für mich, bis zur Auflösung 1972, die mit Abstand beste deutsche Rockgruppe der damaligen Zeit. Inga Rumpf ist die Künstlerin, die ich seit 1970 mit Abstand am häufigsten gesehen bzw. gehört habe. Es gibt nicht einen Auftritt dieser Ausnahmesängerin, egal mit welcher Formation auch immer, der nicht überdurchschnittlich war: Danke dafür, Inga Rumpf!

Frumpy – How the Gipsy Was Born – Live 1971 (Remastered)

Frumpy – Take Care Of Illusion – Live, 1971 (Remastered)

Frumpy (Inga Rumpf) – By The Way (live)

Frumpy – Indian Rope Man, 1971

Frumpy – Life without Pain, 1971?

Hier eine Eintrittskarte von einem tollen Rockevent der in den 94er Jahren reformierten Gruppe Frumpy im Osnabrücker Kult-Musikclub HydePark.

Frumpy-Ticket: OS Hyde Park 1994

Nektar

Habe erst jetzt erfahren, dass der Gitarrist Roye Albrighton von Nektar letztes Jahr verstorben ist. Die Gruppe Nektar war bis zu ihrem Weggang aus Deutschland, Mitte der 70er Jahre, eine meiner Live-Lieblingsbands der damaligen Zeit. Auftritte dieser Gruppe waren für mich immer Konzert-Highlights.

Die Luft wird dünner. Hier als kleines Andenken:

NektarDesolation Valley / Waves – Live 1973 (BBC The Old Grey Whistle Test) Remastered

NektarFull Concert – Live in Bonn – WDR Rockpalast 2005