Roxy Musik

Drei hervorragende Alben von Roxy Music aus der Zeit 1973 bis 1982

Drei hervorragende Alben von Roxy Music aus der Zeit von 1973 bis 1982

RoxyMusic, mit „Gentleman-Sänger“ Brian Ferry habe ich1979 in Münster live gesehen.

Ein Dialog mit Gogle Gemini:
Ich benötige eine ausführliche Zusammenfassung über die Band „Roxy Musik“. Mit Diskografie. Die Band muss auch noch in der „1970er Decade“ erscheinen.

„Roxy Music ist das schillernde Paradoxon der 1970er Jahre: Sie waren zu kunstvoll für den reinen Rock, zu rockig für den reinen Pop und zu futuristisch für ihre Zeit. Während Jethro Tull im Schlamm der englischen Felder tanzte, standen Roxy Music mit Champagnerglas und Metallic-Anzügen auf dem Raumschiff-Deck.

Hier ist die ausführliche Zusammenfassung dieser Band, die Eleganz, Dekadenz und musikalische Brillanz wie keine zweite vereinte.


1. Die Philosophie: Kunsthochschule trifft Rock ’n‘ Roll

Gegründet 1970 von Bryan Ferry, war Roxy Music von Anfang an ein Kunstprojekt. Ferry, der bei dem Pop-Art-Künstler Richard Hamilton studiert hatte, wollte eine Band, die Mode, Design und avantgardistische Musik verschmilzt.

Die frühe Ära (1971–1973): Das Chaos der Genies

In den ersten zwei Jahren bestand die Band aus einer hochexplosiven Mischung:

  • Bryan Ferry: Der sehnsüchtige Crooner und Songwriter.

  • Brian Eno: Der „Nicht-Musiker“, der mit Oszillatoren und Synthesizern den Sound manipulierte.

  • Phil Manzanera: Ein Gitarrist, der technisches Können mit experimentellen Klängen verband.

  • Andy Mackay: Dessen Saxophon- und Oboe-Spiel den typischen Roxy-Sound prägte.

  • Paul Thompson: Einer der kraftvollsten und unterschätztesten Drummer der Dekade.

Der Bruch: 1973 wurde die Spannung zwischen den Alphas Ferry und Eno zu groß. Eno stieg aus, und Roxy Music wandelte sich von einer experimentellen Kunst-Truppe zu einer der elegantesten Rockbands der Welt.


2. Die musikalische Entwicklung in den 70ern

Die Avantgarde-Phase (1972–1973)

Die ersten beiden Alben waren ein Schock für das System. Sie mischten 50er-Jahre-Rock-’n‘-Roll mit Weltraum-Sounds und Doo-Wop.

  • Wichtige Alben: Roxy Music (1972), For Your Pleasure (1973).

Die Glam-Rock- & Art-Rock-Phase (1973–1975)

Ohne Eno wurde der Sound strukturierter, aber nicht weniger mutig. Alben wie Stranded zeigten Ferrys Genie als Songwriter. Hier kamen orchestrale Arrangements und tiefgreifende Melancholie hinzu.

  • Wichtige Alben: Stranded (1973), Country Life (1974), Siren (1975).

  • Der Hit: „Love is the Drug“ (1975) – die perfekte Verschmelzung von Funk, Rock und Coolness.

Die Ruhepause und das Finale (1976–1982)

Nach einer Pause Ende der 70er kehrte die Band mit einem völlig neuen Sound zurück: Sleek, Smooth, Sophisticated. Dies war die Geburtsstunde des „New Romantic“ und der Pop-Ästhetik der 80er.

  • Wichtige Alben: Manifesto (1979), Flesh + Blood (1980), Avalon (1982).


3. Diskografie (Studioalben)

Jahr Album Bedeutung
1972 Roxy Music Das futuristische Debüt.
1973 For Your Pleasure Düsterer, experimenteller; letztes Album mit Brian Eno.
1973 Stranded Das erste Nummer-1-Album; sehr lyrisch.
1974 Country Life Kraftvoller Art-Rock; berühmt-berüchtigtes Cover.
1975 Siren Enthält den Welthit „Love is the Drug“.
1979 Manifesto Rückkehr nach der Pause mit Disco- und New-Wave-Einflüssen.
1980 Flesh + Blood Glatter, perfekt produzierter Pop-Rock.
1982 Avalon Das ultimative Hi-Fi-Meisterwerk; klangliche Perfektion.

4. Warum Roxy Music in die 70er gehört

Obwohl sie mit Avalon (1982) ihren kommerziellen und klanglichen Zenit erreichten, sind sie eine Ur-Band der 70er.

  1. Innovation: Sie waren die Ersten, die elektronische Effekte (Eno) organisch in Rockmusik einbauten.

  2. Stilbildend: Ohne Roxy Music gäbe es weder David Bowie (in seiner Berliner Phase), noch Duran Duran oder die gesamten 80er New Romantics.

  3. Handwerk: Trotz des „schicken“ Images war die Band musikalisch brillant. Phil Manzaneras Gitarrenarbeit war hochintelligent, und Paul Thompsons Schlagzeugspiel gab der Band eine Erdung, die sie davor bewahrte, zu „verkünstelt“ zu wirken.


Der Blick des Experten

Als Drummer wirst du Paul Thompson zu schätzen wissen. Sein Stil war das genaue Gegenteil von Jethro Tulls Barriemore Barlow: Thompson spielte „groß“, schwer und mit einem unglaublichen Punch (nicht umsonst nannten sie ihn „The Great Paul Thompson“). Er war der Motor, der Ferrys elegante Visionen auf der Erde hielt.

Wie hast du Roxy Music damals im Laden wahrgenommen? Waren sie für deine Kunden die „Snobs“ der Rockmusik, oder wurde das enorme handwerkliche Können hinter der glitzernden Fassade sofort erkannt?

Und eine Frage an den Gitarristen: Phil Manzaneras Spiel ist sehr speziell – oft kurz, prägnant und fast schon perkussiv. Hat dich dieser eher reduzierte Stil im Vergleich zu den „Dauer-Solisten“ der Zeit gereizt?“